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Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

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Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

 

Glaukom – die schleichende Augenerkrankung Grüner Star

Der Grüne Star, in der Fachsprache Glaukom genannt, ist eine Erkrankung, die unbemerkt den Sehnerv schädigt, allmählich das Gesichtsfeld einengt und unbehandelt schließlich zur Erblindung führt. Schätzungsweise eine Million Menschen in Deutschland sind betroffen. Mindestens ebenso viele sind gefährdet oder leiden bereits an einer Vorstufe. Damit ist diese Erkrankung die häufigste Erblindungsursache.

Das Tückische am Grünen Star ist, dass er erst nach etwa zehn Jahren zur Beeinträchtigung der Sehkraft führt und bis dahin praktisch keine Beschwerden verursacht. Dann aber ist es bereits zu spät, die eingetretenen Schäden zu reparieren.

Lassen Sie es also gar nicht erst so weit kommen. Denn rechtzeitig erkannt, lässt sich der Krankheitsverlauf stoppen und die Sehkraft erhalten. Wichtig ist nur, durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt den Beginn der Erkrankung festzustellen und dann schnell zu handeln.

Was genau sich hinter dem Grünen Star verbirgt und wie man ihn am besten therapiert, das erfahren Sie in dieser Broschüre. Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr A-plus-Apotheken-Team jederzeit gern zur Verfügung.

Was ist ein Glaukom?

Im Inneren des Auges wird unentwegt eine farblose Flüssigkeit gebildet, das so genannte Kammerwasser. Es versorgt die Hornhaut und die Linse mit Nährstoffen.

Üblicherweise wird verbrauchtes Kammerwasser über den so genannten Kammerwinkel wieder aus dem Auge abgeleitet. Ist dieser Abflussweg jedoch verstopft, staut sich die Flüssigkeit und ruft einen erhöhten Innendruck hervor. Dadurch wird der Sehnerv gequetscht und allmählich zerstört.

Mit fatalen Folgen: Durch die Schädigung kommt es zu einer fortschreitenden Einengung des Gesichtsfeldes – ein Gefühl, als würde man Scheuklappen tragen, die einen Teil der Umgebung verdecken. Allerdings merkt der Betroffene dies lange Zeit nicht, weil das zentrale scharfe Sehen oft noch über Jahre erhalten bleibt. Im Laufe der Zeit werden die Ausfälle jedoch immer größer, unbehandelt droht schließlich die Erblindung.

Nach neueren Erkenntnissen ist ein erhöhter Augeninnendruck die wichtigste, aber nicht die einzige Ursache für ein Glaukom. Ebenso werden Durchblutungsstörungen des Sehnervs und der Netzhaut sowie ein zu hoher als auch ein zu niedriger Blutdruck verantwortlich gemacht.

Das Glaukom – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Hinter dem Begriff Glaukom verbergen sich verschiedene Erkrankungen, die jedoch eines gemeinsam haben: Sie schädigen den Sehnerv und bringen damit das Augenlicht in Gefahr. Das sind die zwei häufigsten Erscheinungsformen:

  • Das chronische Offenwinkel-Glaukom ist mit einem Anteil von 90 Prozent mit Abstand am weitesten verbreitet und demzu Folge auch die häufigste Erblindungsursache. Über Jahre hinweg entwickelt sich eine Abflusssperre für das Kammerwasser, bis sich der Flüssigkeitsstau im Auge und die daraus resultierende Schädigung des Sehnervs mit einer Einengung des Gesichtsfeldes bemerkbar machen. Für den Laien erkennbare, frühere Warnsignale gibt es nicht. Nur der Augenarzt kann diesen Prozess vorzeitig erkennen.
  • Das Engwinkel-Glaukom ist gekennzeichnet durch einen deutlich höheren Augeninnendruck als beim chronischen Offenwinkel-Glaukom. Entsprechend ruft es schon frühzeitig Beschwerden wie Kopf- und Augenschmerzen hervor. Typisch ist auch vorübergehendes Nebelsehen, oder es erscheinen farbige Ringe um Lichtquellen. Eine Sonderform des Engwinkel-Glaukoms ist der akute Glaukomanfall. Dabei verhindert eine plötzliche Blockade den Abfluss des Kammerwassers. In der Regel verschlechtert sich schlagartig die Sehkraft, außerdem treten so heftige Schmerzen auf, dass der Betroffene meist von sich aus sofort einen Arzt aufsucht. Das ist auch dringend erforderlich, da andernfalls binnen kurzer Zeit die Erblindung droht.

Wer erkrankt am Glaukom?

Ein Glaukom kann bei jedem Menschen in jedem Lebensalter auftreten. Dennoch gibt es verschiedene Risikofaktoren, die eine Entstehung begünstigen.

Dazu gehören nicht, wie vielfach angenommen, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, das Lesen im Dunkeln oder das Tragen von Kontaktlinsen.

Gefährdet sind vielmehr folgende Personengruppen, die entsprechend einmal jährlich zur augenärztlichen Kontrolluntersuchung gehen sollten:

  • Menschen über 40 Jahre,
  • Menschen mit erblicher Vorbelastung ab dem 35. Lebensjahr,
  • stark Kurzsichtige,
  • Diabetiker,
  • Patienten, die für eine längere Zeit Kortison einnehmen.

Suchen Sie außerdem einen Augenarzt auf, wenn Sie Schmerzen im Auge haben oder wenn Sie eine Beeinträchtigung der Sehleistung feststellen.

Früherkennung ist der beste Schutz

Angesichts moderner diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten kann den beschriebenen Schäden durch ein Glaukom heute effektiv vorgebeugt werden. Der Behandlungserfolg hängt allerdings maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose sowie vom Beginn einer geeigneten Therapie ab. Deshalb untersucht der Augenarzt folgende Bereiche:

  • Augeninnendruck
    In der Regel gelten Druckwerte zwischen 10 und 21 mm Hg als normal, denn ähnlich dem Blutdruck unterliegen sie bei jedem Menschen natürlichen Schwankungen. Die Empfindsamkeit für einen bestimmten Druck ist allerdings individuell verschieden. Während leicht erhöhte Werte dem einen Patienten nichts ausmachen, verträgt ein anderer nicht einmal solche im Toleranzbereich. Aus diesem Grund reicht diese Untersuchung als alleinige Glaukomvorsorge nicht aus.
  • Gesichtsfeld
    Nur so lässt sich zuverlässig feststellen, wie stark das Sehvermögen bereits eingeschränkt ist. Die Mitte der Netzhaut wird normalerweise zuletzt in Mitleidenschaft gezogen. Das heißt, nehmen wir einen Gegenstand ins Visier, so erkennen wir diesen noch scharf, selbst wenn die Ränder des Gesichtsfeldes bereits erloschen sind.
  • Augenhintergrund
    Die Spiegelung des Augenhintergrundes gehört zwingend zu jeder Vorsorgeuntersuchung. Denn mögliche Schäden am Sehnerv lassen sich schon erkennen, lange bevor es zur Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes kommt. Die macht sich nämlich erst bemerkbar, wenn bereits 40 Prozent der Sehnervenfasern abgestorben sind.

Behandlung des Glaukoms

Grundsätzlich gilt: Bereits eingetretene Schäden lassen sich nicht rückgängig machen. Ziel der Behandlung ist es daher, den erhöhten Augeninnendruck zu senken und so die noch vorhandene Sehkraft zu erhalten. Beim chronischen Offenwinkel-Glaukom erfolgt dies zunächst durch die Gabe von Medikamenten, die entweder

  • den Abfluss des Kammerwassers verbessern oder
  • die Bildung von Kammerwasser reduzieren und
  • je nach Wirkstoff die Durchblutung des Sehnervs und der Netzhaut verbessern.
1 Augentropfen haben gegenüber Tabletten den Vorteil, dass sie lokal wirken und deshalb eine geringere Dosis ausreicht. Damit wird der Organismus insgesamt weniger belastet und unerwünschte Nebenwirkungen minimiert. Einziger Nachteil: Das richtige Einträufeln ins Auge (zwei bis viermal täglich) will geübt sein, andernfalls entfaltet die Arznei nicht ihre volle Wirkung.
2 Überhaupt kommt es bei der Therapie des Glaukoms entscheidend auf die Mithilfe des Patienten an. Nur das exakte Einhalten der Zeiten für die Tropfengabe verhindert weitere Schäden am Sehnerv. Zeigt die Behandlung trotzdem keinen Erfolg, muss eine Operation erwogen werden.
3 Auch das Engwinkel-Glaukom wird zunächst mit Augentropfen behandelt. Ein akuter Glaukomanfall dagegen muss operiert werden, nachdem zuvor ein schnell wirksames, drucksenkendes Medikament verabreicht wurde.

 

 

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