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Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

 

Angst

Angst ist ein lebensnotwendiger Affekt, der das Überleben sichert, indem ein Fluchtreflex vor einem scheinbar übermächtigen Gegner ausgelöst wird. Wenn Angst ohne erkennbaren Grund auftritt, sie sich also verselbstständigt, dann liegt eine Erkrankung vor, die behandlungsbedürftig ist.

Wenn Angst zur Krankheit wird

Angst wird zu einem behandlungsbedürftigen Leiden, wenn

  • sie unbegründet äußerst stark ist und Sie sehr darunter leiden.
  • sie ohne Anlass häufig auftritt oder zu lange andauert.
  • das Auftreten und die Dauer der Angstsituation nicht mehr in den Griff zu bekommen sind.
  • bestimmte Situationen, die Ihnen Angst machen, vermieden und dadurch Einschränkungen in Kauf genommen werden.

So macht Angst krank

Das tückische an der Angsterkrankung ist, dass sie vielfältige Störungen im Körper verursachen kann. Unspezifische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot, Herzrasen, Blutdruckanstieg, Schweißausbrüche, Magen-Darm-Störungen, ständige Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Muskelschmerzen. Innere Unruhe, Angespanntheit, die Empfindung, einer bestimmten Bedrohung hilflos ausgeliefert zu sein, sind typisch. Dem Arzt fällt es schwer die Diagnose zu stellen.

Die wichtigsten Angsterkrankungen:

  • Das Paniksyndrom ist gekennzeichnet durch plötzliche unbegründete Angstattacken mit tiefer Intensität. Der Betroffene ist in seinem Denken völlig blockiert, er ringt nach Luft, sein Herz klopft rasend.
  • Das generalisierte chronische Angstsyndrom ist gekennzeichnet durch sich ständig steigernde Angst, die häufig auch zu Depressionen führen kann.
  • Das Zwangssyndrom ist gekennzeichnet durch zwanghafte Gedanken und Handlungen. Die zwanghafte Handlung wird vom Betroffenen als sinnlos erkannt, aber trotzdem ausgeführt (Waschzwang, Kontrollzwang).
  • Die posttraumatische Belastungsstörung ist geprägt durch eine ständige Angst nach einem katastrophalen Erlebnis.
  • Phobiensind Ängste vor ganz bestimmten Objekten oder Situationen. Sie entwickeln sich, weil die angstauslösende Komponente in ihrer Gefährlichkeit überbewertet wird:
    • Agoraphobie ist die Angst vor großen Plätzen, Straßen und Menschenansammlungen – Orten, an denen eine Flucht nur schwer möglich ist.
    • Klaustrophobie ist die Angst vor engen Räumen.
    • Sozialphobie ist die Angst vor zwischenmenschlichen Begegnungen.

Therapie von Angsterkrankungen

Wer an übermächtigen Ängsten leidet, braucht nicht zu verzweifeln. Psychotherapeuten haben erfolgreiche Behandlungsstrategien entwickelt. Auch Medikamente helfen bei der Überwindung einer gesteigerten Angst. Die Kombination beider Therapiekonzepte erweist sich als besonders wirkungsvoll. Wenn man den Mut hat, sich die Ängste einzugestehen, so kann man auch etwas dagegen unternehmen.

Zu den psychotherapeutischen Verfahrensweisen zählen die Psychoanalyse und die Verhaltenstherapie. Eine analytische Therapie hat das Ziel, innere, häufig verdrängte Konflikte, die der Angsterkrankung zugrunde liegen, aufzudecken und zu lösen. Eine Verhaltenstherapie geht davon aus, dass wir all unsere Handlungen und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle im Laufe unseres Lebens erlernt haben. Seelische Störungen sind demzufolge auf falsch erlernte Verhaltensweisen zurückzuführen. Verhaltenstherapeutische Methoden sind sehr erfolgreich bei Angstzuständen, die als Reaktion auf bestimmte Umweltreize entstanden sind.

Auch die medikamentöse Therapie bringt gute Ergebnisse bei Angststörungen. Dabei handelt es sich nicht um ein einfaches »Ruhigstellen«, sondern die tatsächliche Ursache der Erkrankung wird behandelt. Bedenken, von diesen Arzneistoffen abhängig zu werden, sind unbegründet. Zur Behandlung der körperlichen Symptome haben sich Betablocker und Neuroleptika bewährt. Erregungszustände werden so gemindert. Als Mittel der ersten Wahl sowohl bei Panikzuständen als auch bei der Langzeittherapie sind Antidepressiva verfügbar. Zu Beginn der Therapie können Nebenwirkungen auftreten, die aber im Laufe der Behandlung verschwinden. Wichtig ist es, mit dem Arzt über diese Probleme zu sprechen und auf keinen Fall die Therapie deshalb eigenständig abzubrechen. Solche möglichen Nebenwirkungen, die in Kauf genommen werden sollten, sind zum Beispiel Veränderungen des Blutdrucks, des Speichelflusses, des Stuhlgangs, des Wasserlassens, des Gewichts und des Sexualverhaltens. In der Anfangsphase der Behandlung sollte auf das Autofahren verzichtet werden, wenn man unter verstärkter Müdigkeit leidet.

Die Antidepressiva werden je nach Krankheitsverlauf in unterschiedlichen Mengen gegeben. Einnahmehinweise des Arztes sollten unbedingt beachtet werden. Für eine optimale Einstellung sollte in den ersten 6 bis 8 Wochen der Arzt ein- bis zweimal wöchentlich aufgesucht werden. Die Therapie dauert in der Regel mindestens ein Jahr. Ohne Absprache mit dem Arzt dürfen dabei keine Beruhigungs- und Schlafmittel eingenommen werden und der Konsum von Alkohol ist zu vermeiden.

Was Sie selbst tun können, um Ihre Angst zu bewältigen:

  • Versuchen Sie, Angstreaktionen nicht durch entsprechende Vorstellungen in Ihrer Phantasie zu verstärken.
  • Bleiben Sie in der Wirklichkeit. Machen Sie sich klar, was um Sie herum wirklich passiert.
  • Fliehen Sie nicht aus der Angst auslösenden Situation, sondern bleiben Sie in ihr, bis sie vergangen ist.
  • Beobachten Sie bewusst an sich, wie die Angst von allein wieder verschwindet.
  • Vermeiden Sie nicht Angst machende Situationen, sondern setzen Sie sich ihnen bewusst aus, am besten mit der Hilfe eines Therapeuten.
  • Seien Sie stolz auf sich, wenn Sie kleine Erfolge erzielt haben

 

 

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