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Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

 

Stillzeit

Nach der Geburt beginnt die Stillzeit, die für alle Erstgebärenden einige Fragen mit sich bringt: Wie oft sollte ich mein Kind stillen? Worauf muss ich in der Stillzeit achten und welche Untersuchungen und Impfungen stehen in dieser ersten Lebensphase des Kindes an?

Viele Antworten finden Sie in dieser Broschüre. Sollten doch noch Fragen offen sein, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre A-plus Apotheke.

Der Beginn eines neuen Lebens

Etwa jede dritte Frau bringt heute ihr Kind über einen Kaiserschnitt zur Welt. Gründe hierfür können medizinisch notwendig sein, wie bei einer Quer- oder Steißlage, bei besonders großen Kindern oder einer vorzeitigen Plazentaablösung. Zunehmend äußern jedoch werdende Mütter den Wunsch nach einem Kaiserschnitt auf Grund von Schmerzensangst, Angst vor der Senkung der Gebärmutter und ihren Folgen oder auch, um den Zeitpunkt der Geburt festzulegen. Ein nicht medizinisch indizierter Kaiserschnitt muss gut überlegt, die Risiken müssen abgewogen werden.

Die Frühgeburt stellt ein Risiko für das Kind dar, denn es fehlt an Reifezeit im Mutterleib. Welche Anzeichen für eine Frühgeburt sollten beachtet werden? Leidet die Schwangere unter starkem Übergewicht, Diabetes, Asthma, Blutdruckproblemen oder häufigen Nierenbeckenentzündungen oder sind akute Blutungen, frühe Wehen oder Fruchtwasserabsonderungen festzustellen, so sind diese Alarmzeichen ernst zu nehmen, denn sie können auf eine drohende Frühgeburt hinweisen. Die kritische Phase für eine Frühgeburt liegt in der Zeit von der 22. bis 28. Schwangerschaftswoche. Durch die gute medizinische Versorgung überleben heute schon Frühchen mit einem Geburtsgewicht von um die 500 g ohne bleibende Schäden.

Das Stillen

Ist das Baby auf der Welt, so stellt es den Tagesablauf der Eltern auf den Kopf. Es will gestillt, gewickelt und liebkost werden. Babys sind glücklich, wenn sie die Nähe und die Sicherheit der Eltern spüren.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, Babys 6 Monate lang ausschließlich zu stillen. Das Stillen fördert die Beziehung zwischen Mutter und Kind, liefert dem Kind alle notwendigen Nährstoffe und Allergene für eine gesunde Entwicklung und unterstützt die Rückbildung der Gebärmutter sowie die Gewichtsabnahme bei der Mutter.

In der Stillzeit sollte sich die Mutter, wie in der Schwangerschaft, vitamin- und mineralstoffreich ernähren.

Die Hebamme ist besonders am Anfang der Stillzeit eine wichtige Begleiterin. Sie gibt Empfehlungen zum Anlegen des Kindes, zur Häufigkeit des Stillens und zur Nachsorge von Mutter und Kind. Oftmals sind die ersten Tage des Stillens mühsam. Ein vorschnelles Beenden des Stillens sollte jedoch gut überlegt werden, da diese Entscheidung nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.

Babys verlangen unterschiedlich häufig nach der Brust. Es gibt Phasen, in denen sie häufiger oder seltener trinken. Heute wird allgemein die Ansicht vertreten, dass es beim Stillen kein Zuviel und kein Zuwenig gibt. Das Kind ist dann gut versorgt, wenn es täglich mindestens 5 bis 6 nasse Windeln hat, anfangs täglich mehrere Stuhlentleerungen hat, ausreichend an Gewicht zunimmt und eine gesunde Hautfarbe aufweist. Einige Kinder verlangen hierfür alle 2 Stunden nach der Brust, andere nur alle 4 bis 5 Stunden. Es spricht nichts dagegen, dem Wunsch des Neugeborenen statt zu geben und es anzulegen, wann immer es hungrig ist.

Mütter, die nicht stillen können oder wollen, finden heute industrielle Milchprodukte, die dem Nährstoffgehalt der Muttermilch angepasst sind. Die Pre-Nahrung enthält als einziges Kohlenhydrat Milchzucker und kann so oft gegeben werden, wie das Kind danach verlangt – analog den Stillgewohnheiten. Empfohlen wird, nicht nur bei Allergikern, die hypoallergene Nahrung (HA) zu füttern. Nahrung, die ohne Pre gekennzeichnet ist, kann in der Regel auch schon ab der Geburt gefüttert werden. Sie ist oft mit der Ziffer 1 bezeichnet. In dieser Milch sind jedoch weitere Kohlenhydrate enthalten. Sie sättigt mehr und ist nicht unbegrenzt häufig zu verabreichen. Etwa nach dem 6. Monat kann Folgenahrung verwendet werden, auch unter Beachtung von Dosisbeschränkungen.

Regelmäßige Untersuchungen beim Kinderarzt beinhalten auch die Beobachtung des Gewichts. Die Eltern sollten darauf achten, dass das Kind eine gesunde Hautfarbe hat, aufmerksam blickt und genügend Urin und weichen, nicht unangenehm riechenden Stuhl produziert.

Das Stillen in der Öffentlichkeit

In Deutschland und in vielen anderen Ländern stört sich niemand daran, wenn eine Mutter ihren Säugling in der Öffentlichkeit an die Brust legt. In den USA hingegen steht ein Großteil der Bevölkerung dieser Handlung negativ gegenüber und lehnt ein Stillen in der Öffentlichkeit ab. Bei Reisen in die USA sollte dieser Umstand berücksichtigt werden.

Säuglingspflege

Für die Pflege des Säuglings gilt von Anfang an: Weniger ist mehr. Wenn der Nabel nach etwa 2 Wochen abgefallen ist, kann das Baby erstmals und im Folgenden wöchentlich in circa 36 Grad warmem klarem Wasser gebadet werden.

  • Reinigen Sie mit einem weichen Waschlappen sanft das Gesicht, die äußeren Ohrmuscheln, die Haare und den Genitalbereich (von vorne nach hinten).
  • Nach dem Baden mit klarem Wasser oder rückfettenden Badezusätzen wickeln Sie Ihr Baby im warmen Badezimmer in ein Handtuch und tupfen es sanft ab.
  • Die Nägel sollten Sie nicht vor der 4. bis 5. Lebenswoche schneiden, um Nagelbettentzündungen zu vermeiden.
  • Wenn die Haut des Babys gesund ist, brauchen Sie sie nicht einzucremen. Lediglich ein wunder Babypopo braucht unter Umständen Ihre Hilfe. Lassen Sie den Po nach jeder Reinigung gründlich, möglichst an der Luft, trocknen. Um die Heilung von wunden, geröteten oder gar offenen Stellen zu fördern, eignen sich pflegende Salben mit Zusätzen von Zinkoxid (bei Hefepilzbefall mit Nystatin kombiniert), Kamille, Ringelblume und Vitamin E.

U-Untersuchungen beim Kinderarzt

Das gelbe Vorsorgeheft begleitet das Kind von der Geburt bis ins Jugendalter hinein. In regelmäßigen Abständen sollte der Kinderarzt aufgesucht werden, damit die Entwicklung des Kindes beobachtet, Impfungen durchgeführt und Fragen der Eltern beantwortet werden können. Der Kinderarzt überprüft neben der Entwicklung auch die richtige und kindeswürdige Behandlung durch die Eltern. Alle Untersuchungsergebnisse, von der U1 bis zur U9 und auch die Jugenduntersuchungen werden in das Heft eingetragen und von den Krankenkassen übernommen.

Bei der U1, welche direkt nach der Geburt stattfindet, werden der Allgemeinzustand und die Lebensfunktionen nach dem APGAR-Test beurteilt. Bei diesem Test werden für die Funktionen Atmung, Puls, Grimassieren, Hautfarbe (Appearance) und Muskeltonus (Rigor) 0 bis 2 Punkte vergeben. Eine Gesamtpunktzahl von 9 bis 10 ist optimal. Gefährlich sind Werte von 5 bis 8 und akute Lebensgefahr für das Neugeborene besteht bei Werten unter 5. Die U1 beinhaltet auch die wichtige Gabe des die Blutgerinnung regulierenden Vitamin K.

Die U2 wird oftmals noch in der Klinik durchgeführt, in der Regel zwischen dem 3. und 10. Lebenstag. Neben einer weiteren Gabe von Vitamin K überprüft der Kinderarzt bei diesem Termin Organe, Sinnesorgane und Reflexe. Um Stoffwechselerkrankungen zu erkennen, entnimmt der Kinderarzt bei dieser Untersuchung etwas Blut aus der Ferse des Babys.

Bei der U3 in der 4. bis 5. Lebenswoche kommen neben den wiederholten Überprüfungen der Sinnesorgane und des Gewichts die Untersuchungen der Hüftgelenke sowie eine Aufklärung über die von der STIKO (siehe unten) empfohlenen Impfungen hinzu, denn mit 2 Monaten erfolgt bereits die erste Impfung.

Zum Zeitpunkt der U4 im 3. bis 4. Lebensmonat wird in der Regel die zweite Immunisierung und im 5. Lebensmonat dann die dritte Impfung durchgeführt.

Bei der U5 im 6. bis 7. Lebensmonat stehen die Zahnentwicklung und Empfehlungen zur Zahnpflege neben den Entwicklungsbeobachtungen auf dem Termin und bei der U6, die um das erste Lebensjahr stattfindet, werden Sprachentwicklung, Körperbeherrschung und Geschicklichkeit beobachtet und getestet und erstmals gegen Masern, Mumps und Röteln, sowie gegen Windpocken geimpft.

Oft im 13. Lebensmonat erfolgt die vierte Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Polio, Hib, Hepatitis B und ggf. Pneumokokken und mit etwa 18 Monaten die zweite Impfung gegen MMR und Windpocken. Mit der U7, bei der die Kinder bereits fast 2 Jahre alt sind, sollte die Grundimmunisierung abgeschlossen sein.

Da die Lücke von der U7 bis zur U8 (mit knapp 4 Jahren) recht groß ist, wurde 2008 die U7a eingeführt, bei der die Kinder etwa 3 Jahre alt sind. Sie dient der nochmaligen Prüfung der normalen Entwicklung, der Zahnpflege und dem eventuellen Test auf Allergien.

Mit 4 Jahren stehen bei der U8 neben den gängigen Entwicklungstests auch Fragen zum Sozialverhalten auf dem Programm.

Mit etwa 5 Jahren wird die altersgerechte Entwicklung im Rahmen der U9 untersucht. Zur Ermittlung von Schul-Leistungsschwächen sowie eines Verdachts auf Verhaltensstörungen wie ADHS wurden die Zusatzuntersuchungen U10 und U11 eingeführt.

Die Jugenduntersuchungen J1 und J2 dienen dazu, Impflücken zu schließen und die Heranwachsenden in Bezug auf Sexualität und Drogenmissbrauch zu informieren. Die Anwesenheit der Eltern ist bei J1 und J2 nicht erforderlich.

Impfungen

Impfungen dienen dazu, gefährliche Infektionskrankheiten in der Bevölkerung und bei jedem Einzelnen zu verhindern. Totgeglaubte Erkrankungen sind in vielen Ländern noch aktiv und werden durch das Reisen nach Deutschland hineingetragen. Bleibende Schäden durch Infektionen sind darum weltweit häufiger als Komplikationen, die im Zusammenhang mit einer Impfung auftreten können.

Viele Eltern wissen nicht, dass sich das Windpockenvirus bei Neugeborenen auf die Hirnhäute, auf Gelenke und innere Organe ausbreiten kann, dass das Virus bei Babys zur Lungenentzündung führen kann und dass werdende ungeschützte Mütter nach der Infektion mit Windpocken oder Rötelnviren missgebildete Kinder auf die Welt bringen können.

In Deutschland ist das Impfen freiwillig. Ärzte und Apotheker informieren Eltern über die von der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts) empfohlenen Impfungen. Bereits im ersten Lebensjahr sollten Kinder eine Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hämophilus influenzae, Kinderlähmung, Hepatitis B und Pneumokokken erhalten. Hieran schließt sich im ersten Lebensjahr die Grundimmunisierung gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Meningokokken an. Später folgen wichtige Auffrischungsimpfungen, um den Schutz zu erhalten. Die STIKO gibt jährlich eine aktualisierte Fassung ihrer Impfempfehlungen heraus. Diese erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke.

 

 

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