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Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

 

Zecken – jede dritte bis zehnte Zecke ist mit Borrelia durchseucht!

Zecken zählen zu den Spinnentieren, genauer gesagt zur Unterklasse der Milben. Der wichtigste Vertreter der mindestens 19 im deutschsprachigen Raum heimischen Zecken ist der Holzbock. Zecken brauchen zum Überleben viel Feuchtigkeit. So sind die klassischen Aufenthaltsorte der Zecke Waldgebiete mit viel Unterholz und Farn sowie Waldlichtungen mit kniehohem Gras. Füchse und Vögel haben mittlerweile auch Zecken in Parks von Großstädten eingeschleppt. Im Hausgarten findet sich das Zeckenrevier hauptsächlich unter Beerensträuchern und an Spalierwein. Normalerweise dringen Zecken nicht in Wohnungen ein, können aber durch Haustiere eingeschleppt werden.

Der Vorgang des Einstechens dauert etwa sieben bis zwölf Minuten. Durch das Nahrungsrohr werden dann Blut und Zellsubstrate in den Darmsack der Zecke geleitet. So gelangen krankmachende Mikroorganismen wie der Erreger Borrelia burgdorferi oder FSME-Viren in die Zecke. Beim nächsten Stich können die Viren und Bakterien dann auf das nächste Lebewesen übertragen werden. Man geht davon aus, dass in Europa jede dritte bis zehnte Zecke mit Borrelia durchseucht ist. Auch der deutschsprachige Raum ist eine Gegend, in der Sie sich ständig infi zieren können!

Der Borreliose-Erreger

Der Auslöser der Borreliose ist die korkenzieherartige Bakterie Borrelia burgdorferi. Es existiert noch kein Impfstoff gegen Borreliose. Auch nach einer Antibiotika-Therapie verbleiben diese Bakterien im Gewebe. Antibiotika können aber die Bakterien in ihrem Wachstum hemmen oder sie abtöten. Neben Zecken sind auch Stechfliegen, Mücken sowie Mäuse Träger der Borrelien und kommen somit als Überträger der Borreliose in Frage. Borrelien wurden auch im Urin verschiedener Wild-, Haus- und Nutztiere nachgewiesen. Die Erregerübertragung in der Schwangerschaft auf das Baby gilt als gesichert. Die Übertragung der Borrelien durch Bluttransfusion ist prinzipiell möglich. Aber bei der Lagerung und Verarbeitung des Spenderblutes gehen die Erreger schon nach wenigen Stunden zugrunde.

Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche

1 Geschlossenes Schuhwerk, lange Hosen und langärmelige Hemden sind günstiger als leichte Bekleidung für Sie. An glatten Stoffen finden Zecken nicht so gut Halt. An hellen Textilien können sie besser gesehen werden.
2 Nach Aufenthalten in der Natur hat das Absuchen des Körpers eine entscheidende Bedeutung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zecke im Larvenstadium nur einen halben Millimeter groß ist. Wem es nutzt, der sollte deshalb eine Brille aufsetzen. Ein großer Spiegel kann sich als sehr nützlich erweisen. Kinder müssen Sie bitte als Erwachsener kontrollieren.
3 Vergessen Sie nicht, Ihre Haustiere nach Zecken abzusuchen!
4 Getragene Kleidung können Sie trocken aufhängen, die Zecken vertrocknen nach drei Tagen. Der gleiche Effekt wird innerhalb von 30 Minuten im Wäschetrockner erzielt.
5 Wirksame Zeckenschutzmittel mit unterschiedlicher Zusammensetzung erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke. Für Kinder gibt es nebenwirkungsfreie Lotionen auf biologischer Basis.
6 Die Zecken bohren sich am liebsten dort in die Haut ein, wo die Hornschicht am geringsten ist. Selbst auf der bloßen Haut gehen sie noch auf Wanderschaft, um eine solche bevorzugte Stelle in der Genitalregion oder in den Achselhöhlen zu finden. Knie, Ohren und der behaarte Kopf sind ebenso beliebte Einstichstellen. Schauen Sie dort also besonders gründlich hin!
7 Der Stich ist schmerzlos, weil ihr Speichel die Körperstelle vorher betäubt und das Blut ungerinnbar macht. 2 bis 14 Tage kann der Saugvorgang am Körper dauern. Sind die Zecken satt, verlassen sie den Menschen oder das Tier. Durch ihr mit Widerhaken ausgerüstetes Saugrohr, wird die Zecke selbst beim Duschen und Abtrocknen beim Saugen kaum gestört.
8 Bewahren Sie Ruhe vor dem Entfernen einer Zecke! Ein sofortiges Entfernen ist aber anzuraten. Die Borreliosebakterien halten sich im Darm der Zecken auf und gelangen so in der Regel erst 12 bis 24 Stunden nach dem Einstich in die Gefäße der menschlichen Haut.
9 Am besten ziehen Sie die Zecke mit einer dünnen Pinzette oder einer Zeckenkarte gerade aus dem Körper heraus. Die Stichstelle können Sie mit Alkohol oder einem Wunddesinfektionsspray desinfizieren. Auch sogenannte Zeckenzangen aus Plastik sind zur Entfernung vor allem bei Haustieren sehr hilfreich. Wichtig ist, dass die Zecke beim Entfernen nicht zerquetscht wird, da sich sonst der bakterienverseuchte Darminhalt in den menschlichen bzw. tierischen Körper entleeren kann.
10 Keinesfalls sollten Sie versuchen, die Zecke vor dem Entfernen durch Aufbringen von Öl oder Klebstoff abzutöten. Sie lösen so eine Reizung aus, durch welche die Zecke vermehrt infizierten Speichel und Mageninhalt abgibt.

Wann ist der Arztbesuch ratsam

Suchen Sie den Arzt auf, wenn Sie unsicher sind beim Entfernen der Zecke oder wenn ein Teil der Zecke im Körper hängen geblieben ist. Auf jeden Fall sollten Sie sich das Datum des Zeckenbisses notieren!

Selbst wenn Sie von einer infizierten Zecke gestochen wurden, führt das nicht unbedingt zum Ausbruch der Krankheit. Treten aber innerhalb der nächsten Wochen grippeähnliche Symptome wie Krankheitsgefühl, Fieber, Kopfschmerzen, Veränderungen der Haut oder Gelenkbeschwerden auf, ist der Arztbesuch unerlässlich. Auch schmerzhafte Nervenentzündungen können wahrgenommen werden. Von den Entzündungen können auch die Augen betroffen sein. Die Erkrankung der Gefäße und inneren Organe wie Herz, Leber, Milz und Niere macht sich in späteren Stadien bemerkbar.

Weitere von Zecken übertragene Krankheiten

FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis)

Im Falle eines Ausbruchs der Erkrankung gibt es heute keine wirksamen Medikamente für eine Therapie. Daher kann die Impfung lebensrettend sein. Die Zecken nehmen die Viren, die FSME auslösen, bei ihrer Blutmahlzeit von Mäusen oder Igeln auf. Das Virus ist im Zecken-Speichel enthalten, es wird deshalb sofort beim Stich übertragen. Mit dem FSME-Virus infizierte Zecken sind über ganz Europa verbreitet. Über aktuelle Verbreitungsgebiete können Sie sich in Ihrer A-plus Apotheke informieren. Die Viren rufen entzündliche Erkrankungen des gesamten Nervensystems hervor. Eine weitere Übertragungsmöglichkeit der FSME-Viren ist der Genuss roher, unbehandelter Ziegen-, Kuh- und Schafsmilch.

Weitere von Zecken übertragene Krankheiten sind Ehrlichiose, Fleckfieber, Hasenpest und Babesiose.

 

 

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