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Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung:

Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

 

Blasenschwäche – kein Grund, sich zu verstecken

Ungefähr fünf Millionen Menschen in Deutschland, in der Mehrzahl Frauen, leiden an einer Blasenschwäche, in der Fachsprache Harninkontinenz. Das heißt, die Betroffenen sind nicht mehr in der Lage, ihren Urin bewusst zurückzuhalten und den Zeitpunkt der Entleerung selbst zu bestimmen.

Bedrückend ist, dass gerade ältere Menschen nur selten mit ihrem Arzt über das Problem sprechen, und das, obwohl der Leidensdruck oft sehr hoch ist. Hauptgründe sind ein übermäßiges Schamgefühl und die Annahme, die Blasenschwäche sei eine normale Alterserscheinung, mit der man sich abfinden müsse. Angesichts dieser Tatsache ist davon auszugehen, dass es eine sehr hohe Dunkelziffer an Betroffenen gibt und entsprechend viele Menschen, die eine unzureichende oder gar keine Behandlung erfahren.

Diese Broschüre soll Sie ermuntern, Ihr Schweigen zu brechen und sich bei Ihrem A-plus Apothekenteam oder Ihrem Arzt Rat und Hilfe zu holen.

Inkontinenz – was steckt dahinter?

Das Wichtigste vorab: Blasenschwäche ist keine normale Alterserscheinung, die man einfach hinnehmen muss. Vielmehr zeigt sie eine Funktionsstörung des unteren Harntraktes an, die einer exakten Diagnose und einer entsprechenden Behandlung bedarf. Die Inkontinenz hat eine Vielzahl von Ursachen, die jeweils namensgebend für die verschiedenen Krankheitsbilder sind und gezielte Therapien erfordern:

1 Stress-Inkontinenz

Bei der Stress-Inkontinenz (auch Belastungs-Inkontinenz genannt) ist die Verschlusskraft des Schließmuskels der Harnblase herabgesetzt. Daher übersteigt zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Lachen der Druck in der Blase den des Schließmuskels, was zum unwillkürlichen Urinabgang führt. Die Ursache kann eine Erschlaffung der Beckenbodenmuskulatur sein, die eigentlich Harnröhre und Schließmuskeln stützen soll, etwa in Folge von Geburten, schwerer körperlicher Arbeit oder Übergewicht. Von dieser Form der Inkontinenz sind meist Frauen betroffen. Ein Östrogen-Mangel in den Wechseljahren verstärkt die Probleme. Ein zweiter Grund kann die Absenkung der Organe im weiblichen Becken sein. Durch gezieltes Beckenbodentraining kann in leichten Fällen eine Besserung erzielt, in jedem Falle aber eine Verschlechterung der Schließmuskelfunktion vermieden werden. In schwereren Fällen kann eine Operation Abhilfe schaffen.

2 Drang-Inkontinenz

Normalerweise ist der Blasenmuskel während der Speicherphase völlig entspannt. Bei der Drang-Inkontinenz (Reizblase) jedoch ist er über die Maßen gereizt, was eine Überaktivität auslöst. Der Harndrang setzt unverhofft und verfrüht ein, der Betroffene schafft es oft nicht, innerhalb der Warnzeit die Toilette zu erreichen. Ursache für diese Form der Inkontinenz sind Blasenentzündungen, Blasensteine oder starke psychische Erregung. Sie kann bei Männern und Frauen gleichermaßen auftreten. Die Behandlung erfolgt in erster Linie über Medikamente, die den überaktiven Blasenmuskel ruhig stellen und die Reizschwelle für den Harndrang herabsetzen sollen. In leichten Fällen helfen Blasentees, Wärme oder pflanzliche Medikamente.

3 Überlauf-Inkontinenz

Hierbei wird der Abfluss des Harns aus der Blase behindert. In der Folge füllt sich die Blase immer mehr und der Blasenmuskel wird überdehnt. Schließlich presst er unkontrolliert kleine Urinportionen ab, ohne die Blase auf diese Weise vollständig entleeren zu können. Hauptursache ist eine große Prostata. Bei einer medikamentösen Therapie kommen sogenannte Alpha-Rezeptorenblocker zum Einsatz. Sie lockern den Blasenverschluss und senken den Auslasswiderstand. Dadurch vermindert sich die Restharnmenge. Auch Medikamente zur Verkleinerung der Prostata verbessern die Blasenentleerung. Leichtere Formen der Überlauf-Inkontinenz sind manchmal mit pflanzlichen Medikamenten aus Kürbis, Brennnessel oder Sägepalme behandelbar. Ist die Prostata sehr groß, sollte man eine Operation in Erwägung ziehen.

4 Reflex-Inkontinenz

Der Rhythmus von Harnspeicherung und Harnentleerung wird vom Gehirn gesteuert. Bei der Reflex-Inkontinenz sind jedoch die Nervenbahnen zwischen Blase und den zuständigen Hirnregionen gestört. Folglich entleert sich die Blase völlig unkontrolliert und ohne vorhergehende Ankündigung. Diese Form der Inkontinenz tritt als Folge verschiedener, meist schwerer Erkrankungen auf (zum Beispiel des Gehirns oder des Rückenmarks). Zur Therapie gehören Medikamente (sogenannte Parasympatholytika bewirken, dass sich die Blase entspannt) und operative Maßnahmen.

So helfen Sie sich selbst

Die folgenden praktischen Tipps helfen einer Blasenschwäche vorzubeugen und bestehende Beschwerden zu lindern:

  • Reduzieren Sie Übergewicht. Dies entlastet die Beckenbodenmuskulatur und kann bei einer Stress-Inkontinenz bereits eine deutliche Besserung bringen.
  • Heben Sie Lasten nur aus der Hocke und tragen Sie schwere Gegenstände nah am Körper. Auch das schont die Beckenbodenmuskulatur.
  • Erlernen Sie eine gezielte Gymnastik zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, wenn Sie unter Stress-Inkontinenz leiden. Fragen Sie dazu einen Physiotherapeuten in Ihrer Nähe.
  • Achten Sie auf ausreichend Ballaststoffe in Ihrer Ernährung – sie stecken vor allem in Vollkornprodukten, Obst und Gemüse –, ansonsten drohen Ihnen langfristig Verdauungsprobleme. Chronische Verstopfung wiederum erfordert starkes Pressen beim Stuhlgang, das schwächt den Beckenboden. Von dieser Maßnahme profitieren besonders Frauen, die an Stress-Inkontinenz leiden.
  • Führen Sie ein Toilettentraining durch, bei dem Sie die Intervalle zwischen zwei Toilettengängen kontinuierlich ausdehnen. Dies ist besonders erfolgreich bei Drang- und Reflex-Inkontinenz.
  • Trinken Sie viel, damit Ihre Blase gut durchspült wird. Damit beugen Sie Harnwegsinfekten vor, da sich keine Bakterien in der Blase ansammeln können. Trinken Sie die erforderlichen Mengen möglichst zu Hause und nicht unterwegs. Ab zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen sollten Sie allerdings auf eine Flüssigkeitszufuhr verzichten.
  • Achten Sie täglich auf die persönliche Hygiene: Eine mehrmalige Reinigung des Genitalbereichs und die Pflege mit hautschützenden Substanzen sind unbedingt vonnöten.
  • Erkundigen Sie sich an fremden Orten nach dem Weg zu einer Toilette. Mit fortschreitender Erkrankung werden die Warnzeiten der Blase kürzer.
  • Tragen Sie leicht zu öffnende Kleidung.

Warum zum Arzt oder Apotheker?

Wie oben beschrieben, kann eine Blasenschwäche viele Ursachen haben. Erst wenn der Arzt diese eindeutig bestimmt hat, kann er eine gezielte Therapie einleiten.

Schätzungen zufolge nehmen allerdings nur rund 50 Prozent aller Betroffenen diese Möglichkeit überhaupt wahr. Dabei ist die richtige Hilfe der wichtigste Schritt zu mehr Lebensqualität.

Selbst wenn es nicht in allen Fällen möglich ist, das Problem medikamentös vollständig zu beheben, so gibt es doch eine gute Versorgung mit Hilfsmitteln wie saugenden Vor-, Ein- und Unterlagen, Kathetern und Urinalen. Die Kosten werden zumindest teilweise von den Krankenkassen übernommen.

Bei der Auswahl der richtigen Größe und Stärke von Vorlagen bis hin zu Slips unterstützt Sie Ihr A-plus Apothekenteam sehr gerne. Die Hilfsmittel bieten Ihnen einen zuverlässigen Schutz vor unnötigen Hautreizungen, die Gewähr, nicht durch Geruchsbelästigung aufzufallen, und natürlich Sicherheit, falls eine Toilette nicht erreichbar ist.

Wo finde ich sonst noch Hilfe?

Bei der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. erhalten Sie Adressen von Kontinenzzentren und Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland, Termine von Veranstaltungen, Buchtipps und Informationsbroschüren.

Anschrift:
Deutsche Kontinenz Gesellschaft e.V.
Friedrich-Ebert-Straße 124, 34119 Kassel
Telefon: 05 61 / 78 06 04, Telefax: 05 61 / 77 67 70
www.kontinenz-gesellschaft.de

 

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.